 |
 |
 |
 |
 |
|
2. Krampuslauf in Wildermieming |
|
|
|
|
|
Die Krampusse kommen - Auftakt in Wildermieming
|
|
|
Krampusse aus ganz Tirol in Wildermieming |
|
|
|
Auf dem Mieminger Plateau sind wieder die Tuifl los. In Wildermieming war Auftakt des teuflischen Treibens mit dem 2. Krampuslauf, am Freitag, dem 28. November 2008, um 19 Uhr, auf dem Feld vor der Volksschule. Kettengerassel, Schellenlärm, Kuhglockengedröhn, schauerliche Masken, gefährliche Hörner, Weidenruten, Pferdeschwänze und Zotterfell - über 500 furchtlose Besucher trafen vor beschaulicher Kulisse auf 130 aktive, raue Gesellen. Über den Tuifllauf in Mieming am Samstag, berichtet Mieming-Plus übermorgen. |
|
|
|
Der Krampus ist ein Tiroler Adventbrauchtum |
|
|
Der Krampus ist im Tiroler Adventbrauchtum eine Schreckgestalt in Begleitung des Heiligen Nikolaus. Während der Nikolaus die braven Kinder beschenkt, werden die unartigen vom Krampus bestraft. Das Krampustreiben - ein Spektakel für Jung und Alt, wo viel Feuer, Lichteffekte und natürlich das unverwechselbare Schellen der Glocken geboten werden. Im Mittelpunkt steht der Oberteufel, der sich jedes Jahr gegen die jungen Teufel behaupten muss.
|
 |

Oberteufel
|
|
|
Wildermieminger Krampusse heißen "Grieslehn-Pass" |
|
|
Krampusse treten in größeren Gruppen auf. Die Gruppe aus Nikolaus, Krampus und Körbelträger (oder auch Waldmann) wird als „Pass“ bezeichnet. Die Wildermieminger Krampusse nennen sich „Grieslehn-Pass“. Der Verein wurde am 2. Feber 2006 in Wildermieming mit zunächst 16 Mitgliedern unter Obmann Thomas Scholl gegründet. Zur Zeit besteht der Verein aus 21 Mitgliedern. Das sind die „Altteufel“ wie Stefan Zimmermann, Sebastian Falkner, Martin Steinhauser, Lukas Stecher, Mario Mohrherr, Rudolf Scholl, Simon Aichler und die Jungteufel.
|
 |

Grieslehn-Pass
|
|
|
Krampus gleich "Kralle" |
|
|
Der Name „Krampus“ leitet sich von altdeutsch Krampen gleich „Kralle“ - etwas Lebloses, Vertrocknetes, Verblühtes oder Verdorrtes ab. In vielen Tiroler Regionen vermischt sich die Gestalt des Krampus mit dem Perchtenbrauchtum. Der Krampusbrauch war ursprünglich in ganz Österreich verbreitet und wurde dann in der Zeit der Inquisition verboten, da es bei Todesstrafe niemandem erlaubt war, sich als teuflische Gestalt zu verkleiden. Allerdings wurde dieser Winterbrauch in manchen schwer zugänglichen Orten weitergeführt.
|
 |

Tiroler Brauch
|
|
|
Selbstzensur der Krampusse |
|
|
Vor ca. 15 Jahren schien es mit dem Krampuslauf zu Ende zu gehen. Zu rau waren damals die Sitten, die Gäste blieben aus. Die Krampusse gelobten Besserung, sie wollten nicht, dass dieses Brauchtum stirbt. In Mieming und Wildermieming verlegten Sie ihre Großauftritte auf abgesperrte Plätze und zur persönlichen Identifizierung tragen sie Nummern. Die Selbstzensur der Krampusse wirkte wunder. Niemand muß sich fürchten, auch die Kinder nicht. Falls doch, nehmen die Krampusse nicht selten ihre Masken ab und zeigen damit, dass sie auch normale Menschen sind.
|
 |

Furchtlose Gäste
|
|
|
Wildermieminger Krampuslauf war stimmungsvoll |
|
|
Der Saisonauftakt der Wildermieminger Krampusse verlief friedlich und sehr stimmungsvoll. Aus ganz Tirol waren Gruppen dabei. Neben der gastgebenden „Grieslehn-Pass“ waren das „Kochatal-Pass aus Telfs“, die Flaurlinger Tuifl, die Habicher Krampusse aus Oetz, „Ferus-Pass“ aus Kufstein und die Wildermieminger Jung-Tuifl. Im Festzelt wurde zur Musik der „Tiroler Alpencowboys“ bis in die Nacht hinein gefeiert und getanzt. Nächste Krampusläufe sind am 6. Dezember im Greenvieh in Mieming und am 7. Dezember in Bruneck.
|
 |

Krampusse aus Tirol
|
|
|
Fotostrecke: 2. Krampuslauf Wildermieming |
|
|
|
|
|
|
|
|
Fotos: Günther Stecher, Mieming-Plus, eMail: info@mieming-plus.at
|
|
|
Quicklinks |
|
|
|
|
|
7. Mieminger Tuifllauf Almabtrieb in Mieming
|
|
 |