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Fronleichnamsprozession Wildermieming

Fronleichnam in Wildermieming am 22. Juni 2008

Dokumentation: Tradition und Brauchtum

Fronleichnamsprozessionen am Mieminger Plateau gehören zu den christlichen Brauchtumsveranstaltungen, die auch heute noch vom ganzen Dorf gefeiert werden. Im vergangenen Jahr waren wir bei der Prozession in Untermieming, heuer dokumentieren wir in Mieming-Plus die Fronleichnamsprozession in Wildermieming, geleitet von Pater Hermann, Rektor im Missionshaus, Absam. Günther Stecher hat den Prozessionsverlauf fotografiert. Gerlinde Stoll aus Wildermieming informiert über die Hintergründe von Fronleichnam.


Fronleichnam

Das Fronleichnamsfest, ist offiziell das „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“, auch unter Blutstag bekannt, mit dem die leibliche Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie gefeiert wird. Fronleichnam wird am Donnerstag nach dem Dreifaltigkeitsfest, dem zweiten Donnerstag nach Pfingsten, begangen (60. Tag nach dem Ostersonntag) und fällt somit frühestens auf den 21. Mai und spätestens auf den 24. Juni. Der Donnerstag als Festtermin knüpft an den eigentlichen Gedenktag des letzten Abendmahls, den Gründonnerstag an.


Fronleichnamsfest

Feierliches Hochamt

Vor der Fronleichnamsprozession findet in der Kirche ein feierliches Hochamt statt. Die anschließende Prozession deutet an, dass der Glaube an Jesus Christus nicht innerhalb der Kirchenmauern verbleiben darf. Christen sind dazu aufgerufen, die frohe Botschaft des Glaubens in die Welt hinaus zu tragen.


Pater Hermann

Prozessionen mit Monstranz

Die Prozession zu Fronleichnam ist Bekenntnis zum Glauben an die Gegenwart Christi in der Hostie, dem verwandelten Brot, das in der "Monstranz", einem kostbaren Schaugefäß mit kleinen Glasfenstern meist unter einem Baldachin ("Himmel") vom Priester in der Prozession durch das Dorf und zwischen den blühenden Wiesen mitgetragen wird.


Bekenntnis zum Glauben

Blumenteppiche, Buchen- und Birkenzweige

Mädchen gestalten bereits am Vorabend zur Prozession, an dem Ort, wo dann der Altar mit der Monstranz aufgestellt wird, wunderschöne Blumenteppiche. Den Weg der Prozession schmücken Buchen- oder Birkenzweige. Zwischen den wehenden, reich bestickten Fahnen tragen Frauen eine Muttergottesstatue, und die Statue der Hl. Mutter Anna. Eine kleine Statue der Hl. Maria wird von vier Buben mitgetragen.


Buchen- und Birkenzweige

Salutschüsse

Die Musikkapelle gibt der Prozession durch Ihr Spielen von feierlichen Prozessionsmärschen einen besonderen Charakter. Auch die Schützenkompanie mit den Salutschüssen trägt zur Festlichkeit bei. Die Erstkommunionkinder in ihren weißen Kleidern begleiten den Priester mit der Monstranz. Elf Kinder, die verschiedene Heilige (Hl. Sophia, Hl. Elisabeth, Hl. Notburga, Hl. Agnes, Hl. Veronika) und Symbole (Glaube, Hoffnung, Liebe) darstellen, gehen neben dem Allerheiligsten.


Salutschüsse

Eine Bitte an Gott

„Hochgelobt und gebenedeit, sei das Allerheiligste Sakrament des Altares“, so beten die vielen Gläubigen, die durch Ihr Mitgehen und Mitbeten ein Bekenntnis zur Kirche und zum Glauben geben. Auch soll die Prozession eine Bitte an Gott sein, er möge das Dorf, alle Bewohner und die Früchte des Feldes segnen, dass wir vor Unwetter verschont bleiben! Die wunderschöne Landschaft und das prächtige Bild der Prozession sollen uns dankbar werden lassen, ob solchem Reichtum den wir miterleben, und mittragen dürfen!


Sakrament des Altares

Gerlinde Stoll, Wildermieming

Fotostrecke

Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen.

Fotos: Günther Stecher, Mieming-Plus, eMail: info@mieming-plus.at


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