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Zisterzienserkloster Stift Stams - Stiftskirche |
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Im Mittelpunkt des klösterlichen Lebens |
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Die Geburtsstunde des Stiftes Stams schlägt im Jahr 1273: Graf Meinhard II. von Görz-Tirol beabsichtigte, hier ein Kloster zu stiften, welches fortan als Begräbnisstätte der Grafen von Görz-Tirol dienen solle. Der Mittelpunkt der gesamten Klosteranlage und auch des klösterlichen Lebens ist die Stiftskirche. Seit September 1984 ist sie eine "basilica minor".
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Hauptschiff
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Rosengitter |
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Die Rundbogenarkade von der Vorhalle zur Heilig-Blut-Kapelle füllt das prächtige, 1716 vom Silzer Kunstschlosser Bernhard Bachnetzer (gest. 1753) vollendete Rosengitter. Es besteht in Summe aus 80 Rosen, wovon keine der anderen gleicht! Bachnetzer soll sechs Jahre an Arbeit investiert haben, um sein Werk zu schaffen. Im Bogenfeld über der Darstellung der Heilig-Blut-Reliquie wird das Wappen des auftraggebenden Abtes Augustin II. Kastner von Blattwerk umkränzt und von der Mitra bekrönt.
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Kreuzgitter
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Fürstengruft |
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Gegenüber dem Kircheneingang beherrscht die Gruftanlage mit der überragenden Kreuzigungsgruppe aus Christus, Magdalena, Maria und Johannes Evangelist das westliche Langhaus. Sie stammt von dem Bildhauer Andreas Thamasch (1639 bis 1697) aus See im Paznaun. Er war Geselle bei Thomas Schwanthaler in Ried im Innkreis und u.a. im Mutterkloster Kaisheim tätig und zeichnet in den Jahren 1681 bis 1684 für das Gesamtkonzept des so genanntenannten "Österreicher Grabs" verantwortlich. Es handelt sich um die repräsentative Gedenkstätte der in Stams begrabenen Tiroler Landesfürsten und ihrer Familienmitglieder, die zugleich einen deutlichen Gegenpol zum Hochaltar setzt und die Überlänge des Kirchenschiffes optisch mindert.
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Fürstengruft
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Kanzel |
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Die prachtvolle, 1739 vollendete Kanzel des Bildhauers Andreas Kölle (1680 bis 1755) aus Fendels ist bis auf die Figuren vollständig vergoldet. Die bestimmenden Gestaltungselemente sind geschwungene, verkröpfte Gesimse, ausgeprägte Voluten und eine Fülle von Putten. Über der Kanzeltüre befindet sich das Wappen des auftraggebenden Abtes Jakob Milbeck. Die zwei den Schalldeckel stützenden Engel sind Symbole des Alten Testamentes und des Neuen Testamentes. Darüber halten drei Puttenpaare Karten jener Länder in ihren Händen, die den Wirkungskreis des Zisterzienserordens markieren: Gallia, Italia und Germania.
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Kanzel
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Gewölbe- und Wandbilder |
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Der Augsburger Johann Georg Wolcker führte von 1730 bis 1734 die Ausmalung der Stiftskirche durch, Franz Xaver Feuchtmayr schuf zwischen 1731 und 1734 die Stukkaturen. Die großen, von schwungvollen Stuckprofilen gerahmten Hauptfelder im Scheitel des Mittelschiffgewölbes zeigen Szenen aus dem Marienleben in der jahreszeitlichen Abfolge: Verkündigung Mariens (25. März, Frühling), Mariä Heimsuchung (2. Juli, Sommer), Mariä Himmelfahrt (15. August, Sommer), Geburt Mariens (8. September, Herbst) und die Unbefleckte Empfängnis (8. Dezember, Winter). Über der Orgelempore findet sich die Glorie des Hl. Bernhard mit den von Putten gehaltenen Leidenswerkzeugen als Hinweise auf die Meditation des Heiligen über die Passion Christi.
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Deckenfresko
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Mönchschor |
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Das filigrane schmiedeeiserne Chorgitter von Michael Neurauter gewährt den Blick auf den weltberühmten frühbarocken Hochaltar. Das Bild links an der Chorschranke zeigt Jesus Christus als "salvator mundi", Erlöser der Welt; beredtes Zeugnis gotischer Malerei eines unbekannten flämischen Meisters (2. Hälfte 15. Jahrhundert). Das beeindruckende Chorgestühl wurde von Bruder Georg Zoller entworfen und ausgeführt. Es ist kein musealer Raum, die im Hause anwesenden Patres treffen sich hier noch heute viermal des Tages zum gemeinsamen Chorgebet, welchem "nichts vorgezogen werden darf" (laut Regel des hlg. Benedikt). Das sechzehnsitzige Chorgestühl mit den Aufsatzfiguren der Heiligen Benedikt und Bernhard sowie Putten, die deren Attribute halten, schuf um 1730 der Tischler Georg Zoller aus Silz unter Verwendung von Teilen des hochbarocken, um 1680 erstellten Gestühls.
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Mönchschor
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Hochaltar |
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Das berühmteste sakrale Kunstwerk der Basilika wird wohl der frühbarocke Lebensbaum-Altar sein: Vom Weilheimer Künstler Bartlmä Steindle 1609-13 erschaffen, repräsentiert er heute das einzige noch erhaltene Meisterwerk dieser Altar-Lebensbaum-Konzeption. 84 holzgeschnitzte, zum großen Teil vergoldete, Figuren wurden in den filigranen Ranken des Lebensbaumes gruppiert, er selbst mißt 19 Meter an Höhe.
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Lebensbaumaltar
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Kontakt |
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Stift Stams A-6422 Stams Telefon: +43(5263) 62 42 E-Mail: stiftstams@utanet.at Internet: www.stiftstams.at
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Wallfahrtskirche Locherboden Mötz
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