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Theater Mieming

Glanzvolle Theaterpremiere in Mieming

Premiere der Komödie "Die Straße der Masken"

Die Theatergruppe Mieminger Plateau feierte am Samstag, dem 6. Juni 2009 mit der Komödie „Die Strasse der Masken“ eine glanzvolle Premiere vor ausverkauftem Haus im Gemeindesaal Mieming. Jetzt liegen die Herbsttermine vor. Das Stück in vier Akten von Autor Heinz R. Unger hatte immer die Lacher auf seiner Seite. „Die Strasse der Masken“ ist eine Komödie, die auf höchst unterhaltsame Weise zeigt, dass der Rollentausch – das Anlegen einer Maske – für gesellschaftliche Akzeptanz sorgt. „Wir spielen das Stück mit elf Schauspielern, für unseren Theaterverein ist das eine große Herausforderung“, sagte Regisseurin Cilli Schaub zur Einstimmung und Begrüßung des Premierenpublikums.


Aufführungen:

Fr. 04.09.09 20 Uhr Die Strasse der Masken Gemeindesaal Mieming
Sa. 19.09.09 20 Uhr Die Strasse der Masken Gemeindesaal Mieming
Sa. 26.09.09 20 Uhr Die Strasse der Masken Gemeindesaal Mieming


Online Reservierung

"DIE STRASSE DER MASKEN" Die Online Reservierung ist nur bis zum Aufführungstag bis spätestens 16:00 Uhr möglich. Nach 16:00 Uhr haben Sie die Möglichkeit bei der TheaterHotline unter: 0664-8700319 Ihre Karten zu reservieren. [ weiter ]



Rollentausch-Therapie in der Psychiatrie

Die Komödie ist eine schauspielerische Herausforderung, der die Mieminger Darsteller jederzeit gerecht werden. In der Rollentauschtherapie des Psychiaters Prof. Faschings (Matthias Horvath) lernen die Patienten, dass sie jede gesellschaftliche Rolle annehmen können. Doch als sie das auch ernsthaft betreiben, gerät der Betrieb in seinem Sanatorium völlig aus der Bahn. Nicht einmal mehr die Polizei ist in der Lage, die Situation zu durchschauen. Doch alle halten sich an ihre Rollen, die sie perfekt spielen und so nimmt das Stück für die meisten ein gutes Ende.


Prof. Dr. Fasching (Matthias Horvath)

Ein Spannungsbogen nach dem anderen

Im Sanatorium von Prof. Fasching (Matthias Horvath) geht es drunter und drüber. Er zeigt pikante Schwächen, in der Nähe seiner jungen, hübschen, langbeinigen und unbedarften Stationsschwester Helma (Olivia Schaub), der er gerne mal im Vorbeigehen den Allerwertesten tätschelt. Seine Rollentauschtherapie sorgt für einen Spannungsbogen nach dem anderen. Der Journalist Nimmerlein (Georg Horvath) taucht auf, um für seine Zeitung eine Enthüllungsgeschichte über den bestechlichen Psychiater zu schreiben.


Journalist Nimmerlein (Georg Horvath)

Opfer der Rollentauschtherapie

Kriminalkommissarin Röblreiter (Margith Waltner) und Kriminalinspektor Wendl (Dominik Gassler) suchen das Sanatorium mit einem Haftbefehl gegen seinen Leiter auf. Beiden fallen ebenfalls der Rollentauschtherapie zum Opfer. Die Schlüsselrolle spielt in diesen Szenen anfangs der Patient Franz (Peter Wolf), längst in der Rolle des Prof. Fasching. Franz versteht die ungeahnten Möglichkeiten des Rollentausches und hofft so, gemeinsam mit seinem Patienten-Freund August (Daniel Winkler) den Zwängen der Psychiatrie entfliehen zu können.


Kommissarin Röblreiter (Margith Waltner)

Wortwitz und Ironie

Mit viel Wortwitz und Ironie zeichnet der Autor die scheinbar unterschiedlichen Welten der Patienten eines Sanatoriums und deren psychologischer Betreuer. Bald verschwimmen die Grenzen der beiden Welten jedoch und die Protagonisten beginnen andere Masken und Identitäten anzunehmen. Kein Psychiatrie-Stück, aber eine schwungvolle Komödie die dem Zuschauer einen Spiegel vorhält. Peter Wolf spielt den Patienten Franz, der gerne zeichnet und im übrigen so schizophren ist, dass er in jeder Rolle eine brilliante Figur abgibt.


Peter Wolf

Ausrucksstarke "Marie"

Daniela Ganarin spielt die Rolle der „Marie“, einer unfreiwilligen Patientin, die ihr Mann, der erfolgreiche Architekt Ernst Veigl (Hans Peter Ganarin) zwangseinweisen ließ. Eine Charakterrolle mit vielen Gesichtern, die Daniela Ganarin ausdrucksstark spielt. Der Architekt, der eine Affäre mit dem Fotomodell Lili Lauren (Julia Mantl) hat, schmiert den Psychiatrie-Professor und kommunale Politiker, die gemeinsam von einem neuen, schicken Sanatorium träumen und wird so mehr und mehr ein Fall für die Kriminalkommissarin Röblreiter (Margith Waltner). Schließlich sucht der Professor ebenfalls sein Heil im Rollentausch.


Daniela Ganarin

Branka hat die Lacher auf ihrer Seite

Die Lacher auf ihrer Seite hat bei all ihren Auftritten die etwas schrille, serbokroatische Putzfrau Branka, gespielt von Birgit Auer, die nur gut arbeiten kann, wenn sie zwischendurch ihren Sliwowitz trinkt. Birgit Auer ist sprachlich und mimisch wie geschaffen für diese Rolle und fordert den Lachmuskeln des begeisterten Publikums einiges ab. Branka bleibt ihrer Rolle als Putzfrau während des ganzen Stückes treu und markiert gekonnt szenische Übergänge.


Putzfrau Branka (Birgit Auer)

Rollentausch-Angebot an das Publikum

Am Ende wendet sich der Rollentauschwunsch aller Schauspielerinnen und Schauspieler an das Publikum im Mieminger Gemeindesaal, eingeleitet mit einem deutlichen Fingeranzeig des Journalisten Nimmerleins (Georg Horvath), in der ihm überdrüssigen Rolle des Patienten August. „Jetzt will ich Bürgermeister sein“, ruft er und deutet auf den realen Bürgermeister Dr. Siegfried Gapp, in der ersten Reihe sitzend. Alle anderen suchen sich im Publikum ihre Rollentauschpartner aus. Donnernder Applaus, mehrere Vorhänge.


Georg Horvath

Spielplan mit Perspektive

Die Theatergruppe Mieminger Plateau (seit 1994), hervorgegangen aus dem Mieminger Theaterverein (gegründet 1965) und der Heimatbühne Mieminger Plateau (1984), präsentierte sich seit 1984 mit inzwischen 37 Stücken. Seit 1751 wird in Mieming Volkstheater gespielt. Von 1864 bis 1900 war das Theaterspielen in Mieming verboten. Seither wurde immer wieder das ein oder andere Bauernstück gespielt. Für die Komödie „Die Strasse der Masken“ sind bislang fünf Aufführungen geplant. Mieming-Plus geht davon aus, dass weitere folgen müssen.


Theaterensemble

Der Autor: Heinz R. UNGER

Geb. am 7. August 1938 in Wien. Schriftsteller, Kabarett-Autor. Heinz R. Unger lebt seit 1968 als freier Schriftsteller in Wien. Zuvor war er auch als Schriftsetzer, Verlagshersteller, Werbetexter und Zeitungsredakteur tätig. Bekannt wurde Unger vor allem durch seine Texte zur "Proletenpassion" (1976) der "Schmetterlinge". Kabarett-Texte verfasste er u.a. für Lukas Resetarits, Hosenträger Unltd., und die Frauen-Kabarett-Gruppe "Menubeln" (allerdings unter dem Pseudonym Henriette Rudolfine Unger). Darüber hinaus schreibt Unger Theaterstücke, Lyrik, Kinderbücher und Libretti. Homepage: www.heinz-rudolf-unger.at


Heinz Rudolf Unger (Foto: www.heinz-rudolf-unger.at)

Besetzung

Franz, ein Patient der zeichnen kann Peter Wolf
Marie, eine Zwangseinweisung Daniela Ganarin
August, ein verhinderter Selbstmörder Daniel Winkler
Prof.Dr. Fasching, berühmter Psychiater Matthias Horvath
Helma, die Stationsschwester Olivia Schaub
Branka, die Putzfrau Birgit Auer
Nimmerlein, ein Journalist Georg Horvath
Röblreiter, Kriminalkommissarin Margith Waltner
Wendl, Kriminialinspektor Dominik Gassler
Ernst Veigl, erfolgreicher Architekt Hans Peter Ganarin
Lili Lauren, Fotomodell Julia Mantl
   
Regie: Cilli Schaub


Fotostrecke: Premiere "Die Straße der Masken"

Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen.

Fotos: Knut Kuckel, Mieming-Plus, eMail: info@mieming-plus.at

Quicklinks

Theatergruppe Mieminger Plateau: www.theater-mieming.com





Franz Kranewitter Bühne Nassereith
Innsbruck: Tanzsommer 2009